Erstellt am: 27.05.2026 | Aktualisiert am: 09.06.2026
Mit Insidertipps aus über 20 Jahren Hostingpraxis
Ein Ratgeber von Webspace-Verkauf.de
Einleitung zum Hosting-Umzug
Kennen Sie das? Sie ärgern sich schon länger über Ihren Webhoster. Die Webseite lädt langsam, der Support antwortet irgendwann zwischen morgen und nie, und eigentlich wollten Sie schon vor Monaten wechseln. Aber dann denken Sie an den Domainumzug und schieben das Thema wieder auf die lange Bank. Geht meine Webseite dabei offline? Kommen meine E-Mails noch an? Was, wenn ich etwas falsch mache?
Wir können Sie beruhigen. In über 20 Jahren Webhostingpraxis haben wir bei Webspace-Verkauf.de tausende Domains umgezogen. Und wissen Sie, was die allermeisten Kunden hinterher sagen? „Das war ja einfacher als gedacht.“ Genau so soll es sein. Genau deshalb gibt es diesen Ratgeber: Damit auch Ihr Domainumzug zu so einem Erlebnis wird. Ganz ohne böse Überraschungen.
Was genau passiert bei einem Domainumzug?
Bevor wir in die Praxis einsteigen, kurz zur Theorie. Bei einem Domainumzug wechselt die Verwaltung Ihrer Domain von einem Anbieter zum anderen. Stellen Sie sich das wie einen Handyvertrag vor: Wenn Sie den Anbieter wechseln, nehmen Sie Ihre Telefonnummer mit. Die Nummer bleibt gleich, nur der Vertragspartner ändert sich. Beim Domainumzug läuft es ganz ähnlich.
Technisch gesehen wechselt der sogenannte Registrar. So heißt die Firma, bei der Ihre Domain registriert ist. Ihre Webseite, also die Dateien und Datenbanken, hat mit dem reinen Domainumzug erst einmal nichts zu tun. Auch Ihre E-Mails bleiben davon unberührt. In der Praxis zieht man aber häufig beides zusammen um. Trotzdem lohnt es sich, die beiden Vorgänge auseinanderzuhalten.
Domainumzug oder Webhostingumzug?
Beim Domainumzug wechselt nur die Verwaltung Ihrer Domain den Anbieter. Ihre Webseitendateien bleiben, wo sie sind. Beim Webhostingumzug hingegen wandern Ihre kompletten Webinhalte und E-Mail Postfächer auf einen neuen Server. Meistens macht man beides gleichzeitig. Für den Umzug der Webseite bieten wir übrigens einen komfortablen Umzugsservice an, bei dem wir Ihnen die ganze Arbeit abnehmen.

Die Vorbereitung: Erst denken, dann umziehen
Wir sagen es aus Erfahrung: Die meisten Probleme beim Domainumzug entstehen schon vor dem eigentlichen Umzug. Irgendetwas wurde vergessen, irgendetwas nicht bedacht. Ein bisschen Vorbereitung erspart Ihnen eine Menge graue Haare.
1. Vertrag und Kündigungsfrist prüfen
Werfen Sie als Erstes einen Blick auf Ihren bestehenden Hostingvertrag. Wie lange läuft der noch? Gibt es eine Kündigungsfrist? Bei vielen Anbietern sind es vier Wochen, bei manchen sogar drei Monate. Und wenn Sie die Frist verpassen, verlängert sich der Vertrag oft automatisch um ein weiteres Jahr. Wir haben Kunden erlebt, die deshalb monatelang doppelt bezahlt haben. Schauen Sie also lieber heute als morgen nach.
2. Zugangsdaten für das Webhosting bereitlegen
Hört sich banal an, passiert aber ständig: Kunden können sich beim alten Anbieter nicht mehr einloggen. Sie brauchen aber Zugang zur Domainverwaltung, um den Umzug einzuleiten. Wir erleben es regelmäßig, dass die Zugangsdaten verschollen sind. Oder dass die hinterlegte E-Mail Adresse längst nicht mehr existiert. Dann wird es mühsam. Kümmern Sie sich darum, bevor Sie den Umzug starten. Bei manchen Anbietern kann eine Passwortwiederherstellung ein paar Tage dauern.
3. E-Mail Adressen aufschreiben
Jetzt wird es spannend, denn die E-Mails sind der Punkt, den die allermeisten vergessen. Nehmen Sie sich fünf Minuten und notieren Sie alle E-Mail Adressen, die mit Ihrer Domain zusammenhängen. Dazu gehören auch Weiterleitungen. Machen Sie sich am besten eine kleine Tabelle: Welche Adresse gibt es? Wohin wird weitergeleitet? Welches Postfach muss beim neuen Anbieter eingerichtet werden? Diese fünf Minuten können Ihnen hinterher stundenlange Sucherei ersparen.
4. Backup anlegen
Ja, wir wissen, das predigt jeder. Und ja, beim reinen Domainumzug gehen normalerweise keine Daten verloren. Aber wissen Sie was? Tun Sie es trotzdem. Sichern Sie Ihre Webseitendateien, Datenbanken und E-Mails. Ihr Sicherheitsnetz für den Fall, dass doch etwas schiefgeht. Und falls alles glattläuft, haben Sie wenigstens ein ordentliches Backup, das Sie ohnehin schon längst hätten anlegen sollen. Zwei Fliegen mit einer Klappe.
5. Individuelle DNS Einstellungen notieren
Sofern individuelle Konfigurationen in der DNS-Zone bestehen, sollten Sie diese sichern und an den neuen Anbieter übermitteln, damit diese Konfigurationen entsprechend berücksichtigt werden können.
Was steckt hinter DNS Einstellungen?
DNS steht für „Domain Name System“. Einfach gesagt: das Telefonbuch des Internets. Wenn jemand Ihre Domain in den Browser eingibt, schlägt das DNS nach, auf welchem Server Ihre Webseite liegt. Die DNS Einstellungen bestimmen also, welcher Server Ihre Webseite ausliefert (A Record) und wohin Ihre E-Mails gehen (MX Record). Klingt technisch, erledigt sich in der Praxis aber meistens schnell. Und wenn nicht, hilft Ihnen unser Support gerne dabei.
Der Domainumzug: So läuft er ab
Soweit die Vorbereitung, jetzt kommen wir zur Praxis. Der eigentliche Domainumzug läuft über das sogenannte AuthInfo Verfahren. Dahinter steckt ein Sicherheitsmechanismus: Ihr alter Anbieter gibt Ihnen einen Geheimcode, den Sie beim neuen Anbieter eingeben. Damit beweisen Sie, dass die Domain wirklich Ihnen gehört. Klingt simpel? Ist es auch.
Schritt 1: Domain beim neuen Anbieter bestellen
Ja, richtig gelesen: Sie bestellen eine Domain, die Sie schon haben. Wirkt erst einmal seltsam, gehört aber zum normalen Ablauf. Beim neuen Anbieter gibt es dafür eine Option wie „bestehende Domain umziehen“ oder „Domaintransfer“. Wählen Sie diese aus und geben Sie Ihre Domain ein. Der neue Anbieter wird Sie dann nach dem AuthInfo Code fragen. Den besorgen wir uns jetzt.
Schritt 2: AuthInfo Code beim alten Anbieter holen
Der AuthInfo Code ist der Schlüssel zu Ihrer Domain. Ohne ihn geht nichts. Den AuthInfo Code erhalten Sie von dem aktuellen Provider, meist in Verbindung mit der Kündigung der Domain.
Schritt 3: Code beim neuen Anbieter eingeben
Sobald Sie den AuthInfo Code haben, übergeben Sie ihn an den neuen Anbieter. Meistens geht das über den Support oder direkt bei der Bestellung. Mit dem AuthInfo Code leitet der neue Anbieter den Transfer ein, ab jetzt läuft der Vorgang weitgehend automatisch.
Schritt 4: Transfer bestätigen
Je nach Domainendung müssen Sie den Transfer noch einmal bestätigen. Bei .de Domains geht der Wechsel meistens ohne zusätzliche Bestätigung über die Bühne. Bei .com, .net oder .org erhalten Sie manchmal eine E-Mail, in der Sie aktiv Ja sagen müssen. Unser Tipp: Prüfen Sie in den Tagen nach der Beantragung regelmäßig Ihr Postfach, auch den Spamordner. Wir haben es schon erlebt, dass genau diese wichtige E-Mail im Spam gelandet ist und der Kunde sich gewundert hat, warum nichts passiert.
Schritt 5: Abwarten bis der Domain-Transfer abgeschlossen ist
Jetzt heißt es kurz warten. Bei .de Domains dauert der Umzug oft nur wenige Stunden. Bei internationalen Endungen rechnen Sie mit zwei bis fünf Tagen. Keine Sorge: Während dieser Zeit bleibt Ihre Webseite erreichbar, da die alten DNS Einstellungen noch aktiv sind.
Schritt 6: E-Mails einrichten und testen
Richten Sie jetzt die E-Mail Postfächer und Weiterleitungen beim neuen Anbieter ein. Nehmen Sie Ihre Liste aus der Vorbereitung zur Hand und arbeiten Sie sie Punkt für Punkt ab. Danach schicken Sie sich selbst ein paar Test E-Mails. An jede Adresse, an jede Weiterleitung. Übertrieben? Ganz und gar nicht. Es kommt regelmäßig vor, dass eine vergessene Weiterleitung wochenlang niemandem auffällt. Richtig ärgerlich, wenn darüber wichtige Kundenanfragen laufen.
Schritt 7: Webseite durchklicken
Fast geschafft. Rufen Sie Ihre Webseite auf und klicken Sie sich durch die wichtigsten Seiten. Funktionieren die Links? Werden die Bilder angezeigt? Zeigt der Browser oben das kleine Schlosssymbol für das SSL Zertifikat? Testen Sie auch das Kontaktformular, falls Sie eins haben. Wenn alles passt, lehnen Sie sich zurück. Sie haben es geschafft.
Die typischen Stolpersteine
Ein Domainumzug ist kein Hexenwerk. Trotzdem gibt es ein paar Stellen, an denen es haken kann. Wir kennen sie alle, denn wir sehen sie regelmäßig. Damit Sie nicht in die gleichen Fallen tappen, hier die häufigsten Stolpersteine aus unserer täglichen Praxis.
Transfersperre vergessen: Mit Abstand die häufigste Ursache, wenn ein Transfer scheitert. Viele Anbieter setzen eine Transfersperre auf Ihre Domain, eigentlich eine Schutzmaßnahme. Vor dem Umzug müssen Sie die aber aufheben. Meistens geht das in der Domainverwaltung mit einem Klick. Wenn Ihr Transfer abgelehnt wird und Sie sich nicht erklären können warum: Prüfen Sie als Erstes, ob die Sperre noch aktiv ist.
AuthInfo Code abgelaufen: Der Code hat ein Ablaufdatum, bei .de Domains sind es 30 Tage. Fordern Sie ihn also erst an, wenn Sie wirklich loslegen wollen. Nicht schon drei Monate vorher, weil Sie irgendwann mal umziehen möchten.
E-Mails vergessen: Ja, wir wiederholen uns. Absichtlich. Wenn die DNS Einstellungen umgestellt werden, kann es eine kurze Phase geben, in der E-Mails ins Leere laufen. Richten Sie deshalb die Postfächer beim neuen Anbieter ein, bevor der Transfer startet. Dann landen die E-Mails schon ab dem Moment der Umstellung im richtigen Postfach.
Zu früh beim alten Anbieter gekündigt: Bitte kündigen Sie Ihren alten Hosting-Vertrag nicht, bevor der Domainumzug abgeschlossen ist. Wenn Ihr Hosting-Account beim alten Anbieter deaktiviert wird, bevor die Domain übertragen wurde, kann es richtig kompliziert werden. Die Reihenfolge: Erst die Domain umziehen, dann den Hosting-Vertrag kündigen. Nicht andersherum.
Aus der Praxis: Was wir in 20 Jahren gelernt haben
In über zwei Jahrzehnten Webhostingpraxis haben wir so ziemlich alles erlebt, was bei einem Domainumzug passieren kann. Einiges davon möchten wir Ihnen mit auf den Weg geben.
Der richtige Wochentag: Starten Sie den Umzug nicht am Freitagnachmittag. Wenn dann etwas hakt, erreichen Sie am Wochenende beim alten Anbieter möglicherweise niemanden. Dienstag oder Mittwoch Vormittag eignet sich gut. Dann haben Sie den Rest der Woche vor sich, falls doch eine Rückfrage auftaucht.
TTL Wert vorher runtersetzen: Ein Tipp für die technisch Versierten unter Ihnen. Setzen Sie den TTL Wert Ihrer DNS Einträge ein paar Tage vor dem Umzug auf einen niedrigen Wert, z. B. 300 Sekunden. Dadurch verbreiten sich DNS Änderungen nach dem Umzug schneller. Die Übergangszeit wird kürzer. Wenn Ihnen das nichts sagt: auch kein Problem, funktioniert auch ohne.
Einfach machen lassen: Wir merken es unseren Kunden an, wenn der Umzug ihnen Bauchschmerzen bereitet. Und wissen Sie was? Dann nehmen wir ihnen das einfach ab. Wir bei Webspace-Verkauf.de übernehmen den kompletten Umzug für Sie. Domain, Webseite, E-Mails, alles. Sie müssen sich um nichts kümmern. Manchmal liegt die beste Lösung darin, es jemand anderem zu überlassen.
Geduld nach dem Umzug: Wenn Ihre Webseite direkt nach dem Umzug noch den alten Server anzeigt: kein Grund zur Panik. Die neuen DNS Einstellungen brauchen bis zu 24 Stunden, um sich weltweit zu verbreiten. In der Fachsprache heißt das DNS Propagation. In der Praxis geht es meistens viel schneller. Aber wenn nach zwei Stunden noch nichts passiert ist: Einfach abwarten, vielleicht erstmal einen Kaffee trinken.
Sonderfall .de Domains
Da die allermeisten unserer Kunden eine .de Domain haben, verdient dieses Thema ein eigenes Kapitel. Die gute Nachricht vorweg: Bei .de Domains läuft der Umzug besonders unkompliziert.
Die DENIC, also die zentrale Registrierungsstelle für .de Domains, hat den Umzugsprozess sehr schlank gestaltet. Es gibt keine mehrtägige Wartezeit wie bei internationalen Endungen. Der Transfer kann innerhalb weniger Stunden abgeschlossen sein, manchmal noch am selben Tag. Außerdem müssen Sie den Transfer meist nicht extra per E-Mail bestätigen, ein Stolperstein weniger.
Zu beachten ist bei .de-Domains jedoch, dass der AuthInfo Code nur für 30 Tage gültig ist.
Ihre Checkliste zum Abhaken
Alle Punkte auf einen Blick. Drucken Sie die Liste am besten aus und haken Sie ab, was erledigt ist. So behalten Sie den Überblick und vergessen garantiert nichts.
Vor dem Umzug
☐ Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist beim alten Anbieter geprüft
☐ Zugangsdaten zum alten Anbieter gefunden und getestet
☐ Alle E-Mail Adressen und Weiterleitungen aufgeschrieben
☐ Backup erstellt (Webseitendateien, Datenbanken, E-Mails)
☐ Individuelle DNS Einstellungen notiert
☐ Neuen Hostinganbieter ausgewählt und Tarif bestellt
☐ E-Mail Postfächer und Weiterleitungen beim neuen Anbieter angelegt
☐ Daten der Webseite auf den neuen Account übertragen
☐ AuthInfo Code angefordert und erhalten
☐ Transfersperre beim alten Anbieter aufgehoben
Während des Umzugs
☐ AuthInfo Code an den neuen Anbieter übergeben
☐ Transferbestätigung per E-Mail geprüft (falls erforderlich)
Nach dem Umzug
☐ SSL Zertifikat beim neuen Anbieter eingerichtet und geprüft
☐ Webseite aufgerufen und durchgeklickt
☐ Test E-Mails an alle Adressen gesendet und empfangen
☐ Weiterleitungen getestet
☐ Kontaktformular auf der Webseite getestet
☐ Alten Hosting-Vertrag gekündigt (erst jetzt!)
☐ Zugangsdaten für den neuen Anbieter sicher abgelegt
Fazit
Ein Domainumzug wirkt komplizierter, als er ist. Die meiste Arbeit steckt in der Vorbereitung. Wenn Sie sich vorher einige Minuten Zeit nehmen, um Ihre E-Mails zu dokumentieren und ein Backup anzulegen, läuft der Rest fast von alleine.
Und falls Sie beim Umzug doch einmal nicht weiterkommen oder sich unsicher fühlen: Rufen Sie uns an. Unser Team bei Webspace-Verkauf.de hilft Ihnen bei jedem Schritt. Wir beantworten Ihre Fragen, wir lösen Probleme, und wenn Sie möchten, übernehmen wir den kompletten Umzug für Sie. Denn wir möchten, dass Sie sich bei uns gut aufgehoben fühlen. Von der ersten Minute an.
Wenn der Umzug dann geschafft ist, werden Sie feststellen: Der kleine Aufwand hat sich gelohnt. Schnellere Webseite, besserer Support, gutes Gefühl. Ein guter Hoster macht einfach Freude.




